Tipps & Wissen gegen Fersenschmerzen bei plantaren Fersensporn & Plantarfasziitis

Von: Marcus Schwesinger
Orthopädie-Schuhtechnik Meister
Dipl. Fuß- & Haltungstherapeut

Das sollten Sie wissen:

Welche Arten von Fersenschmerzen gibt es?

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  1. Eine Sehnenplattenentzündung in der Fußsohle  > Plantafasziitis (Fasziitis Plantaris)
  2. Eine Verkalkung im Sehnen (Faszien) Ansatz der unteren Sehnenplatte (Plantafaszie) auch einen plantaren Fersensporn genannt
  3. Eine Überdehnung von Bänder z.B. des Lig. plantare longum
  4. Einer gutartigen Bindegewebswucherung auch Morbus Ledderhose genannt
  5. Durch eine Reizung des Sehnengewebes am Ansatz des Fersenbeinknochens (Insertionstendopathie der Plantarfaszie)
  6. Durch eine Beschädigung der elastischen Fasern des Fettkissens unter der Ferse
  7. Eine Schleimbeutelentzündung, eine sogenannte Bursitis
  8. Ein zu spitzer Höcker des Fersenbeinknochens (hypertuber Calcanei)
  9. Ein Restzustand, ein Restschmerz nach einem Fersenbein-Knochenbruch (Calcaneusfraktur)
  10. Eine Nerveneinklemmung kann ebenso ein Grund für Fersenschmerzen sein
  11. Triggerpoints
  12. Eine Wachstumshemmung der Wachstumsfuge im Fersenbeinknochen (Apophysitis Calcanei / Morbus Sever / Sever Schinz)
  13. Eine Entzündung am Ansatz der Achillessehne, auch Achillodynie gennant
  14. Eine Verknöcherung des Ansatz der Achillessehne (Haglundexostose auch Haglundferse)
  15. Ein dorsaler Fersensporn, verursacht durch eine zu hohe Zugverspannung der Achillessehne
  16. Auch reflektorische Fersenschmerzen (Nervenschmerzen im untern Fersenbereich) verursacht durch eine Krebserkrankung der Gebärmutter, der Eierstöcke, der Blase, des Enddarms oder der Prostata - sogenannte innermedizinischen Erkrankungen können Gründe für Fersenschmerzen sein.


Wie Sie jetzt gelesen haben, gibt es eine ganze Reihe von Erkrankungen der Ferse die Fersenschmerzen auslösen können. Für einen Teil dieser haben wir es uns zur Lebensaufgabe gemacht Medizinprodukte wie das FERSOFIX® Druckstimulationsgerät oder die FERSOMED® Therapie-Einlagen zu entwickeln um Ihre Fersenschmerzen gezielt und wirkungsvoll zu behandeln.


Unser schmerzfrei Rezept gegen plantaren Fersensporn & Plantarfasziitis

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Wenn Sie dies 3 Faktoren bedienen, steht einer schnellen Abheilung nichts mehr im Weg!

Bitte lesen Sie diese kleine Anleitung genau durch, denn diese wird Ihnen nicht nur helfen, sondern sie wird Ihre Fersenschmerzen lösen!


1. Durchblutung aktivieren

 

Der Fersensporn ist im Sehnenansatz (Insertion der Plantarfaszie) eingebettet und somit umhüllt vom Sehnengewebe. Sehnen (Faszien) sind sehr schlecht durchblutet, die Nährstoffversorgung der Faszien und der Abbau von Entzündungsstoffen bei einer Plantarfasziitis obliegt unter anderem durch Flüssigkeit in den Sehnenscheiden. Durch eine Art Pumpeffekt wird in der Abrollbewegung des Fußes die Faszie mit dieser nährstoffreichen Flüssigkeit versorgt. Diese Aktivität ist unerlässlich um das Sehnen-Bindegewebe zu stärken und um eine Regeneration der Zellen zu ermöglichen.

 

So können Sie die Durchblutung aktivieren:

Bewegung ist die beste Therapie: Je mehr Bewegung im Fuß, desto besser die ist Durchblutung/ Nährstoffversorgung und umso schneller ist der Heilungsprozess.

  • Laufen Sie soviel wie möglich Barfuß, auch wenn es schmerzt. Hierbei arbeitet der Fuß am Besten in der Abrollbewegung!
  • Für eine punktgenaue Durchblutungsförderung können Sie z.B. eine ärztlich durchgeführte Stoßwellentherapie buchen, oder das hier erhältliche FERSOFIX® Druckstimulationsgerät verwenden.



2. Sehnen (Faszien) entspannen

 

Die stärke der Fersenschmerzen ist abhängig vom jeweiligen Spannungszustand der Sehnenplatte (Plantarfaszie) und der weiteren tiefliegenden Sehnenansätze. Je höher die Zugverspannung der Sehnen ist, desto stärker sind die Schmerzen. Je niedriger die Zugverspannung der Sehnen ist, umso geringer sind die Schmerzen. Gleiches gilt für den Wärmegrad in der Sehne. Je kälter die Sehne ist, desto stärker sind die Schmerzen. Je wärmer die Sehne ist, umso geringer sind die Schmerzen. Das ist ebenfalls die Antwort auf die Frage warum gerade am Morgen die Fersenschmerzen besonders stark sind und erst nach dem warm laufen geringer werden.

 

So können Sie die Sehnenplatte und die tiefliegenden Sehnenansätze entspannen:

  • Eine Teilentspannung können Sie mit einer Faszienrolle durch mindestens 3x täglich a´ 20 Minuten rollen erreichen, aber bitte beachten Sie, die tiefliegenden Sehnenansätze können Sie hierdurch nicht entspannen.
  • Durch mehrere Sitzungen einer manuellen physiotherapeutischen Behandlung
  • Eine Komplette Entspannung können Sie ebenfalls durch die Anwendung von 2x täglich a´ 5 Minuten FERSOFIX® Druckstimulation erreichen



3. Sehnen (Faszien) dehnen

 

Um eine nachhaltige wirkende Schmerzlösung zu erreichen ist es wichtig den Spannungszustand der Sehnenplatte (Plantarfaszie) und den Tiefliegenden Sehnenansätzen dauerhaft zu reduzieren. Je länger die Sehnenplatte, desto geringer das Risiko einer erneuten Erkrankung.

 

So können Sie die Sehnenplatte und die tiefliegenden Ansätze nachhaltig dehnen:

  • Durch mehrere Sitzungen einer intensiven manuellen physiotherapeutischen Behandlung
  • Durch zusätzliches kontrolliertes Dehnen der Wadenmuskulatur und der Achillessehne
  • Durch die Behandlung mit dem FERSOFIX® Druckstimulationsgerät


Die VIER größten Irrtümer bei der Behandlung von plantaren Fersensporn & Plantarfasziitis

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Die VIER größten Irrtümer bei der Behandlung von Fersensporn (Plantarfasziitis)


Diese VIER Fehler sollten Sie vermeiden


1. Nicht kühlen!

 

Warum? Bei einem plantaren Fersensporn (Plantarfasziitis) handelt es sich um eine Entzündung im Sehnenansatzbereich der Sehnenplatte (Plantarfaszie). Sehnen (Faszien) können Sie mit einem straffen Gummiband vergleichen. Kühlt man ein Gummiband, so wird es unelastisch und neigt unter Belastung zu reißen oder Risse zu bekommen. Denken Sie an Sportler, diese machen sich vor der Aktivität warm um Sehnen und Muskelverletzungen zu vermeiden.


2. Dehnen Sie nicht an der Treppe!

 

Warum? Die viel verbreitete Dehnübung an der Treppe ist eine "unkontrollierte Dehnübung" und richtet im schlimmsten Fall mehr Schaden an als sie gut macht. Hierbei wird eine maximale Spannung auf die Achillessehne ausgeübt um diese zu dehnen, die auch zu dehnende hintere Wadenmuskulatur bleibt hier jedoch unberührt. Fazit: Inneffektiv, wackelig und birgt die Gefahr einer Achillessehnenruptur!


3. Trage keine stützenden Einlagen!

 

Warum? Der Fersensporn ist im Sehnenansatz eingebettet und somit umhüllt von Sehnenfasern. Sehnen (Faszien) sind sehr schlecht durchblutet, die Nährstoffversorgung obliegt unter anderem durch Flüssigkeit in den Sehnenscheiden. Durch eine Art Pumpeffekt wird in der Bewegung die Sehne mit dieser nährstoffreichen Flüssigkeit versorgt. Diese Aktivität ist unerlässlich um das Bindegewebe zu stärken und um eine Regeneration der Zellen zu ermöglichen. Tragen Sie nun stützende Einlagen, so nehmen Sie die Bewegung aus dem Fuß. Der Fuß wird wie in einer Art Gips ruhig gestellt und der natürliche Heilungsprozess hierdurch gehemmt!

Sie fragen sich jetzt: Warum werden mir dann überall Einlagen empfohlen? Ganz einfach: In der deutschen Medizin gilt Symptombehandlung, d.h. Schmerzen lindern. Durch das tragen von stützenden Einlagen bringen Sie wie schon gelesen "Ruhe" in den Fuß, das lindert Schmerzen! Über die Konsequenzen dieser Versorgung, wird leider in den wenigsten Fällen aufgeklärt. 


4. Tragen Sie keine zu kurzen Schuhe oder Abrollschuhe!

 

Warum? Der Fuß, die kurze Fußmuskulatur, die Sehnen müssen in Bewegung bleiben um Nährstoffe ins Gewebe zu spülen und um Entzündungsstoffe abtransportieren zu können. Ist der Schuh zu kurz (Mindestabstand vom Ende der Zehen zum Vorderkappe 1,5 cm) kann der Fuß nicht mehr Federn, er verliert die Dämpfung. Die Fußsohle beginnt sich zu verkrampfen und ist ein unterschätzter Auslöser für Fersenschmerzen. Gleiches gilt für wohlbeworbene Abrollschuhe (Runde dicke Sohle), hierbei übernimmt der Schuh den Abrollvorgang, die kurze Fußmuskulatur, die Sehnen, die Bewegung wird aus dem Fuß genommen und auf das Bein und die lange Beinmuskulatur übertragen. Der Fuß wird wie bei einer stützenden Einlage, einem Gips ruhig gestellt. Das lindert die Schmerzen, hemmt aber den Heilungsprozess und verlängert die Genesung!